Von Pavianen, Handarbeit und H&M

Asmara01Fünf Wochen Eritrea und ich bin inspiriert und voller Träume zurück gekommen. Hier bin ich mit Adey Tzega, die seit über vierzig Jahren auf dem Idaga Lacha in Asmara, also auf dem Markt der Handarbeiten, ihre Werke verkauft. Alles selbstgemacht, nicht nur von ihr. Ich habe gelernt mit ganz wenig Strom und Wasser auszukommen und ein Leben ohne Kühlschrank zu schätzen.

EriTüte

Einkaufen – immer ohne Plastiktüte, denn die sind in Eritrea verboten.

EriBerge

Entspannen über den Wolken. Asmara liegt auf rund 2400 Metern über dem Meeresspiegel.

EriFiat

Faszination Architektur. Es gibt Bestrebungen die eritreische Hauptstadt Asmara zum UNESCO Welterbe erklären zu lassen. Hier die berühmte Fiat Tankstelle fertiggestellt 1938.

EriHof01

Blick zum Bauernhof meiner Oma.

EriStrand

Strand nahe der Hafenstadt Massawa.

EriAffen

Hey there! Paviane am Wegesrand auf der Straße zwischen Asmara und Massawa.

Jetzt seht ihr, warum ich hier so lange nichts geschrieben habe. Ich habe mich komplett runtergefahren, in einem Land, in dem es eben nicht 24 Stunden und überall Strom und fließendes Wasser gibt, lässt es sich schwer bloggen und sehr gut entschleunigen. In dieser Zeit habe ich mich auch kaum mit Mode beschäftigt, viel eher mich daran erfreut, dass ich viele meiner alten Klamotten noch an meinen Cousinen und Nachbarskindern sehen konnte.

Als ich zurückkam, war ich erschrocken von der von H&M ausgerufenen World-Recycling-Week. Die Vorstellung, dass wir bei einem der größten Fast-Fashion-Produzenten unsere ausrangierten Kleidungsstücke abgeben können, um dafür dann Gutscheine für eben diesen Laden zu erhalten. Einen differenzierten Blick auf die Aktion von H&M hat Lukas Wohner von fluter.de.

 

 

 

  6 comments for “Von Pavianen, Handarbeit und H&M

  1. April 27, 2016 at 7:44 am

    Hallo Hindi, einfach nur wow, so tolle Bilder. So ein kleines Land, und dann keine Plastiktüten..und wir tun uns hier in EU so schwer. Und das mit H&M ist doch auch nur ein Trick um noch mehr von den Sachen zu verkaufen.Mach es gut, und schön dass es Dich gibt. Birgit

  2. Sibylle
    April 28, 2016 at 4:00 pm

    Hallo Hindi,

    schön dich wieder zu lesen 🙂
    Das mit den Plastiktüten ist einfach nur WOW :-O habe ich auch nicht gewusst.
    Meide H&M zunehmens, werde ganz sicher nicht meine Kleidung da hin tragen, damit ich mir nur was neues kaufen „muss“. Finde da schon eine bessere Verwendung für mein Getragenes – habe in den letzten Wochen ganz viel getauscht, verschenkt, geschenkt bekommen und altes neu aufgetragen.
    Lieben Gruß

  3. Mai 1, 2016 at 10:59 pm

    Hi Hindi, schön, dass du dir die Zeit zum ‚Herunterfahren‘ genommen hast. Es ist eine Bereicherung, mit einfachereren Mitteln zu leben; das bringt den Blick auf die wichtigeren Dinge.
    Ich habe gleich an dich gedacht, Als ich die Werbung von H&M gesehen habe…für mich nicht glaubwürdig. Nur ein Anreiz (Rabatt) mehr zu kaufen…ich glaube der Firma nicht, dass sie Nachhaltigkeit oder Recycling wirklich im Sinne hat!
    Vielleicht bekommst du irgendwann mehr Infos dazu….? (ZB wie die Aktion gelaufen ist, ob/was sie mit den alten Klamotten gemacht haben….) Dann wäre es toll, wenn du sie mit uns teilst.
    Liebe Grüße

  4. Alexandra
    Mai 2, 2016 at 8:01 am

    Hallo Hindi!
    Tolle Bilder 🙂 schön das du dir die Auszeit genommen hast, ja oft sind die einfachen Dinge am Schönsten.
    Einfach nur genial die Papiertüten.
    Liebe Grüße Alexandra

  5. Linda
    Mai 5, 2016 at 5:59 pm

    Hallo Hindi,
    danke für Deinen kleinen, persönlichen Reisebericht mit den schönen Fotos. Ich erfahre duch Deinen blog immer wieder Neues, lerne dazu, werde inspiriert für mein eigenes (kleines) Leben!

    Lass es Dir gutgehen und ich wünsche Dir, daß etwas von Deiner gewonnenen Entschleunigung noch hier im hektischen Frankfurt übrig bleibt.
    Viele liebe Grüße
    Linda

  6. Joan
    Mai 12, 2016 at 11:05 am

    Hallo Hindi!
    Vielen Dank das Du uns durch die Bilder an Deiner Reise nach Eritrea teilnehmen lassen hast. 🙂
    Vorbildlich das mit den Papiertüten aber vielleicht wird ja auch hier der Tütenwahn mal weniger.
    Dein Experiment vom letzten Jahr hat mich dazu inspiriert auch ein kleines Experiment zu starten. Ich habe mit dem Nähen angefangen und bin erstaunt das man auch als Anfängerin tragbare Kleidung nähen kann ohne das es jeder gleich sieht 😉 Was man selbst hergestellt hat weiß man einfach mehr zu schätzen.
    Bin schon sehr gespannt auf Deine nächsten Einträge!
    Lieben Gruß Joan

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